Ein Name bedeutet dich nicht.
Dein Vorname behütet dich, 26975 Tage lang.
Dazwischen trägst du andere Namen,
andere Namen tragen dich, die andere dir gaben.
Niemand verschluckt die erste Silbe.
Mit ihr bist du gegenwärtig und wirst gewahr.
Legst du den Kopf in den Nacken,
fließt der Himmel dunkel ans Ufer der Wolken.
Schliesst du die Augen, siehst du
den Bader mit dem Schröpfgeschirr hantieren,
siehst ihn den kleinen Mann
zur Ader lassen, Wunden nähen, Zähne ziehen
und selbst von geringen Sachen Pflaster
und Artzneyen machen, gar schwere Kranckheit
in verwegener Weise curiren, so als wolle er
dir zeigen, was das heisst: ein unehrlich Gewerbe treiben.
Öffnest du die Augen, sieht du das Gesicht der Stadt.
Die Tränen in der Gasse denken an den Fluss,
sagen die einen, die anderen sagen,
sie spucken nach den Reichen.
Du hast den Schlüssel weggelegt.
Da ist Luft im Herz, dehnt das alte Gehäuse,
das dich wärmte, 26975 Tage lang,
dass es klopfte, dass es klopft, dass es.