Der Wind erhebt sich und ich frage nach ihr frage wie er sie erreichte mitten am Nachmittag wie sie so hinter der Scheibe sass in einem Zimmer im dritten Stock mit dem Blick auf die Strasse und die Linien der Tram. Wie sie so wartete im Sessel mit der Lupe im Schoss die Stunden zählte wie sie dabei langsam den Atem verlor. Ihr Fenster müsste immer einen Spalt weit offengeblieben sein und der Wind würde mit den Gardinen gespielt Licht über die Wohnwand getrieben ihre Fingerspitzen etwas wach geklopft über ihre Schultern einen kleinen Schauer gejagt haben. Ich sage ich denke ich ahne was sie zum Lächeln gebracht haben muss: Sein Flirren in den Blättern und wenn er den Duft der Linden zu ihr hoch trug wie unberechenbar er die Wolken bewegte und wie er sie das Warten lehrte bis das letzte Licht verschwand und nichts mehr festzuhalten war.
*Octavio Paz «Dauer»